Ausbildungsbegleiterinnen

Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern 

Ende des Jahres 2015 startete das Projekt „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ im Bereich der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt wird.

 

Im Ausbildungsberuf „Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r“ gibt es jedes Jahr mehr als 20 Prozent vorzeitig aufgelöste Ausbildungsverhältnisse. Das hat unterschiedliche Gründe. Für die baden-württembergischen Zahnarztpraxen bedeuten solche Vertragsabbrüche in jedem Fall finanzielle und personelle Belastungen.

 

Das Projekt hat zum Ziel, Auszubildende in gefährdeten Ausbildungsverhältnissen zu unterstützen und die Ausbildungsqualität in den Zahnarztpraxen zu sichern. Ausbildungsverhältnisse sollen stabilisiert und die Zahl der Ausbildungsabbrüche verringert werden.

 

Für diese Aufgaben stehen in den vier Bezirkszahnärztekammern Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen Ausbildungsbegleiterinnen bereit, die eine frühzeitige Intervention in kritischen Ausbildungssituationen sicherstellen und mit präventiven Maßnahmen daran arbeiten, dass eine Krise erst gar nicht entsteht. Die Ausbildungsbegleiterinnen stehen Auszubildenden und Ausbilder als neutrale, weder dem Betrieb noch der Kammer zugehörige Ansprechpartner zur Verfügung, wenn es in der Ausbildung zu Schwierigkeiten kommt. In der Beratung durch die Ausbildungsbegleiterinnen geht es darum, eine komplizierte Situation zu klären und die Jugendlichen dabei zu begleiten, eine Lösung zu finden. Damit werden die Auszubildenden dabei unterstützt, Krisen zu bewältigen und eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Die Ausbildungsbegleiterinnen bringen ihre Kenntnisse der regionalen Unterstützungsangebote ein und machen Vorschläge, die gezielt in der jeweiligen Situation greifen können. Wie lange die Ausbildungsbegleitung dauert, kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. In manchen Fällen kann ein klärendes Beratungsgespräch helfen, manchmal werden Jugendliche über einen längeren Zeitraum begleitet. Die Ausbildungsbegleiterinnen stehen grundsätzlich allen Auszubildenden zur Verfügung. Beratung und Begleitung der Auszubildenden bilden einen zentralen Baustein des Projektes. Drohende Ausbildungsabbrüche werden als mehrschichtiges Problem betrachtet, an dem viele Akteure im Land auf unterschiedlichen Ebenen beteiligt sind und somit auch etwas ändern können.

 

Sie haben als Auszubildende Konflikte in der Zahnarztpraxis, in der Berufsschule oder im privaten Umfeld? Dann setzen Sie sich mit der zuständigen Ausbildungsbegleiterin Ihrer Bezirkszahnärztekammer in Verbindung, die Sie kostenlos und vertraulich berät und begleitet.

 

 

Erstellt von: Andrea Mader, 15.06.2016

Aktualisiert von: Andrea Mader, 20.06.2016